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Um die Motivation zu verstehen, wieso man auf die Idee kommen sollte, sich einen eigenen Spielautomaten zu bauen, muss ich vorher ein paar Worte zur Vorgeschichte loswerden.

Ich habe in meiner Kindheit viel Zeit in den USA verbracht, wo Spielhallen keinen exklusiven Ü18-Einlass fordern, sondern in jedem Einkaufszentrum eingerichtet sind und auch Kindern und Jugendlichen frei zugänglich sind.
Mangels alternativer Beschäftigung bin ich also ziemlich häufig in besagte Spielhallen gegangen und habe quasi mein gesamtes Taschengeld in Form von 25c Stücken in Automaten wie Galaga, Kung-Fu, Pacman sowie später dann etlichen Beat'em Ups versenkt.
Da es mir als Kind natürlich nicht möglich war, mir einen eigenen Spielautomaten zu kaufen, habe ich zum nächst besten Mittel gegriffen, was seinerzeit das NES war. Hier habe ich, ebenfalls in den USA, eine Menge an gebrauchten Spielen günstig auf dem örtlichen Flohmarkt gekauft... das war natürlich nicht sofort geschehen sondern hat sich über die Jahre angesammelt.
Nachdem die USA Phase vorbei war, habe ich meine, aus heutiger Sicht eher magere, Spielesammlung mit nach Deutschland genommen und erstmal in den Schrank gestellt, wo sie auch einige lange Jahre rumlagen und für Dinge wie die PSX und das SNES platzmachen mussten.
Einige Jahre später, genauer gesagt in 2005, hatte ich enorme Lust eine Runde Galaga zu spielen, weshalb ich mich auf eBay nach einem NES und besagtem Spiel umgeschaut habe, wo ich auch relativ schnell fündig geworden bin. An dieser Stelle kam meine ganze Leidenschaft bezüglich dem NES und Coin-op Games wieder in mir hoch und der entscheidende Funke war übergesprungen. Als die Sachen dann endlich per Post angekommen waren, habe ich meine Kiste mit den NES Spielen wieder ausgekramt (siehe auch zweites Foto in der Gallery) und erst mal recht intensiv die ganzen "guten alten Games" gezockt ...was allerdings zunächst nicht ganz so einfach war, da mein NES dummerweise ein PAL Modell war und ich die NTSC Games somit zunächst garnicht spielen konnte. Hier bin ich durch google-Recherche auf die Homepage des NES-Center gestoßen, auf der es neben etlichen Infos und dem wohl besten Deutschen NES-Forum, auch ein sehr einfaches und gutes Tutorial zum Multinorm-Umbau des NES gibt, welches ich natürlich schnellstmöglich realisiert habe.
In Anbetracht herannahender Semesterferien und damit einhergehender Unterbeschäftigung, habe ich ein wenig bei eBay gestöbert und bin über einen Spielhallenautomaten gestolpert. Als ich mir dann die gängigen Preise mal angeschaut habe, war die Idee allerdings schnell wieder verworfen mir so ein Teil anzuschaffen. Irgendwann kam ich also auf die Idee ob es denn nicht möglich sei einen Spielhallenautomaten auf Basis eines NES zu bauen, da normale Spielhallenautomaten nur jeweils ein Spiel besitzen, schien mir die Idee mit dem NES und damit wechselnden Spielen hervorragend geeignet... und natürlich eher im finanziellen Rahmen im Vergleich zu gekauften "echten" Spielhallengeräten.
Da mein Zivildienst als Handwerker die Bastellust im allgemeinen angeheizt hatte, stand dem Projekt "Eigenbau-Spielhallenautomat" jetzt nicht mehr viel im Wege: kurze Skizze, grober Plan über die benötigten Teile und der Rest steht ja in der Gallery beschrieben...

Danksagungen:

Wie so vieles im Leben ging auch dieses Projekt natürlich nicht ohne Hilfe umzusetzen, weshalb die Helfer natürlich auch nochmal explizit erwähnt werden sollten.
Vielen Dank an:
- Meine Eltern, die mir mit Rat und Tat bei Holz- und Folienarbeiten zur Seite standen
- Felix, für den Umschalter und das kleine Tutorial dazu
- Julian, für das CAD-Design
- Tyras, für die Hilfe bei der Homepage
- Stefan, für die (noch nicht angebrachte) Grafik, sowie ergänzende Hilfe bei der Homepage